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Vertrauen

Vertrauen

Teil I von II

Vertrauen in Andere

Wurden wir in unserer Vergangenheit sehr enttäuscht oder verletzt, dann fällt es uns schwer wieder Vertrauen in Andere zu setzen.
Haben wir die alten Wunden noch nicht überwunden, reißen diese wieder auf, bei der kleinsten Berührung.
Es genügen oft schon kleinste Anzeichen beim Gegenüber und wir erwarten wieder enttäuscht oder verletzt zu werden -
selbst wenn diese Anzeichen nur in uns selbst existieren und unser Gegenüber gar keine schlimmen Absichten hegt.

Vertrauen in einer Partnerschaft

Besonders in Partnerschaften ist dies ein großes Thema, denn hier geht es darum sich so nah zu sein, wie mit keinem Menschen sonst.
Wir wollen bedingungslos geliebt werden und das Gefühl der Einzigartigkeit vom Anderen übermittelt bekommen.
Doch wenn wir kein bedingungsloses Vertrauen in den Anderen haben, halten wir uns zum Teil zurück und anstatt für unser eigenes Glück zu sorgen - sorgen wir uns darum, Anzeichen zu finden, die den Anderen für Vertrauens-unwürdig entlarven. 

Vertrauen in sich selbst

Finden wir solche Anzeichen, verurteilen wir uns selbst dafür, dass wir uns wieder auf etwas oder Jemanden eingelassen haben, wodurch wir Schaden erlitten haben. Unser Vertrauen in uns selbst - die richtigen Entscheidungen zu treffen und gut für uns selbst zu sorgen - nimmt ab. Wir nehmen nun nicht mehr nur die Anderen genau unter unsere Lupe, sondern auch uns selbst. Klar, dass wir nun erst recht etwas finden werden, was uns die Bestätigung gibt, dass wir nicht nur Anderen, sondern auch uns selbst nicht trauen können.

Vertrauen in´s Leben

Da wir unser Leben jedoch selbst in der Hand haben und es sich nach unseren Entscheidungen richtet, erreichen wir damit auch immer mehr Situationen im Leben, die uns zusätzlich enttäuschen. Denn wie soll ein Leben gelingen, in dem man weder sich noch anderen trauen kann und dennoch alles gut gelingen soll? Richtig - gar nicht.  Und so verlieren wir auch noch das Vertrauen in´s Leben selbst - und was bleibt ist eine umfassende Leere und Hilflosigkeit und keine Aussicht auf Besserung.

Wie Du dein Leben verbessern kannst

Wir Leben immer im JETZT - vielleicht hast du davon schon gehört, vielleicht aber auch noch nicht. 
Es gibt die Vergangenheit - die Gegenwart - und die Zukunft. Die Zukunft ist ungewiss, denn sie kann sich jederzeit ändern.

Beispiel: Du lebst in einer unglücklichen Beziehung in der du sogar körperliche Gewalt erträgst, nur um nicht alleine zu sein.
Du bist höchstwahrscheinlich dennoch einsam in solch einer Beziehung, fühlst dich nicht vollständig geliebt und bist eben unglücklich.
Nun kannst Du dich entscheiden in dieser Beziehung zu bleiben und nichts zu verändern, um ja nicht alleine da zu stehen.
Dann wird deine Zukunft in dieser Beziehung höchstwahrscheinlich weiterhin so bleiben wie Sie ist und du wirst einfach nur hoffen, dass sich irgendwann alles zum besseren wendet. -Oder- Du entscheidest dich diese Beziehung zu verlassen und dir Mittel und Wege zu finden, wie dir dies gelingt. Dann wird deine Zukunft vermutlich so aussehen, dass Du erst ein Mal alleine da stehen wirst und noch einsamer bist, als zuvor. Doch Du wirst - wenn Du dein Glück findest dies zu erkennen - dich dafür selbst mehr lieben können, dass Du für dich selbst eingestanden bist und Du es dir wert bist, dich nicht unter deiner natürlichen Würde behandeln zu lassen. In jedem Fall wird deine Zukunft bei der zweiten Entscheidung anders aussehen, als bei der ersten Entscheidung. Und das, obwohl du dich in der selben Gegenwart befindest - je nachdem welche Entscheidung Du JETZT in der Gegenwart triffst.

Nun fehlt uns noch die Vergangenheit für diese Anschauung. Denn je nachdem welche Erfahrungen wir in der Vergangenheit gemacht haben, so wird unsere Entscheidung sehr stark von dieser beeinflusst.

Beispiel: Bei selbigem Beispiel mit der unglücklichen, Gewalt vollen Beziehung wirst Du dich eher dazu entscheiden zu bleiben und es auszuhalten, wenn Du in der Vergangenheit - vor allem in frühester Kindheit - genau diese Erfahrungen immer wieder gemacht hast und es dir das Gefühl gibt, dass es nun ein mal so ist und Du gar nicht weißt, dass es auch anders -gesünder- geht.
Hast Du hingegen liebevolle Erfahrungen in deiner Kindheit und in früheren Beziehungen sammeln können, wirst Du eher ein Gefühl dafür haben, dass dies ein ungesunder Zustand ist und Du dich aus diesem lösen musst, egal welche Ängste dabei noch eine Rolle spielen.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, welches es ein wenig verständlicher machen soll, wie unsere Zukunft nicht nur mit unserer Gegenwart, sondern auch mit unserer Vergangenheit zusammen hängt. Um uns also klar und zu unserem Wohle im JETZT richtig entscheiden zu können, ist es dringend notwendig die Vergangenheit zu erkennen, zu heilen und Frieden mit dieser zu schließen, damit wir auch wirklich offen sind und das Vertrauen haben können, dass unsere Zukunft gut wird - denn wir können dann bewusst gesunde Entscheidungen für uns treffen und haben damit das wichtige Vertrauen in uns selbst, um wieder Anderen vertrauen zu können und damit auch dem Leben selbst.

Übrigens: Es wird immer mal Situationen oder Menschen geben die uns verletzten oder enttäuschen - doch wenn wir erst ein Mal gelernt haben uns selbst zu vertrauen, dann wissen wir, dass wir uns dann jeweils unmittelbar für unser Wohl einsetzen werden.
Dies ist der wahre Beistand den wir immer brauchen und von dem wir selbst abhängig sein werden.

Das Leben ist immer auf unserer Seite - wir entscheiden selbst auf welcher Seite des Lebens wir stehen indem wir Vertrauen in uns selbst entwickeln oder es verlieren... 

Teil II folgt bald...